Donnerstag, 13. August 2020

Als Hauseigentümer Steuern reduzieren

Eigenheimbesitzer können Unterhaltskosten und Schuldzinsen vom steuerbaren Einkommen abziehen. Der Eigenmietwert hingegen muss versteuert werden.
In der Regel beläuft sich der Eigenmietwert auf 60–70 % des Marktmietpreises. Das kann zu einer beachtlich höheren Steuerbelastung führen – auch wenn kein entsprechendes Bareinkommen existiert.

Renovationen und Unterhaltskosten 

Versuchen Sie daher, den Eigenmietwert mit abzugsfähigen Aufwendungen wie Unterhaltskosten oder Renovationen zu senken. Grundsätzlich sind nur werterhaltende Reparaturen und Unterhaltsarbeiten abzugsfähig. Dabei können Sie zwischen einem Pauschalabzug und dem Abzug der effektiven Kosten wählen.

Planen Sie Renovationen möglichst gut. Wenn Sie Unterhaltsarbeiten gestaffelt vornehmen, können Sie den steuerbaren Liegenschaftsertrag über mehrere Jahre tiefer halten. In Zeiten ohne Sanierungen haben Sie immerhin die Möglichkeit, den Pauschalabzug geltend zu machen. Dieser beläuft sich bei maximal neun Jahre alten Häusern auf 10 % des Eigenmietwerts. Bei älteren Liegenschaften können Sie sogar bis zu 20 % des Eigenmietwerts abziehen. Wenn Renovationen anfallen, können Sie die effektiven Kosten abziehen. Ist Ihre Pensionierung bald in Sicht? Dann führen Sie – wenn irgend möglich – noch alle nötigen Renovationen während Ihres Berufslebens durch. Denn die Renovationsabzüge sind wirksamer bei einem höheren Einkommen und einem dementsprechend höheren Grenzsteuersatz.
Wertvermehrende Investitionen dürfen Sie grundsätzlich nicht vom steuerbaren Einkommen abziehen. Investitionen mit einem Energiespareffekt hingegen bilden in fast allen Kantonen die Ausnahme: Erkundigen Sie sich diesbezüglich beim Steueramt nach abzugsfähigen ökologischen Sanierungsmassnahmen.

Schuldzinsen und Vorsorge 

Käufer eines Eigenheims nehmen meist eine Hypothek auf. Das hat Einfluss auf die Steuererklärung: Den Kredit selbst können Sie vom Vermögen, die Schuldzinsen vom Einkommen abziehen. Je kleiner die Hypothek durch Amortisationszahlungen wird, desto geringer fällt folglich auch der Steuerabzug aus. Bei hohen Einkommen kann es sich darum aus Steuerspargründen lohnen, die Hypothek nicht oder nicht ganz zurückzuzahlen. Eine indirekte Amortisation kann sich in einem solchen Fall anbieten. Bevor Sie sich entscheiden, lassen Sie Ihren Hypothekarberater die Folgen der indirekten Amortisation genau berechnen.

Eine weitere attraktive Möglichkeit, Steuern zu sparen, ist die Säule 3a. Geld aus der dritten Säule ist steuerfrei und kann für den Erwerb oder den Neubau eines Eigenheims genutzt werden. Ebenfalls können Sie damit Rückzahlungen von Hypotheken vornehmen. Sprich: Falls Sie Ihre Hypothek indirekt durch die Säule 3a amortisieren, müssen Sie das Geld nicht versteuern. Quelle www.immoscout24.ch

Dienstag, 11. August 2020

Hypothek: Gründe für eine lange oder kurze Laufzeit

Gründe für eine lange Laufzeit

Gerade in Zeiten niedriger Hypothekarzinssätze spricht vieles für lange Zinsbindungen jenseits der klassischen Laufzeit von 10 Jahren. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
  • Sicherheit bei der monatlichen Rate
  • langfristige Planungssicherheit
  • Schutz vor kurzfristiger Zinserhöhung
  • die aktuell flache Zinskurve
Für langfristige Finanzierungen werden meist nur minimale Zinsaufschläge erhoben, die sich bei steigendem Zinsniveau recht schnell wieder amortisieren.

Gründe für eine kurze Laufzeit

Auch eine Immobilienfinanzierung mit kurzer Laufzeit hat Vorteile. Generell gilt die Regel: Je kürzer die Laufzeit, desto niedriger die Hypothekarzinssätze und desto geringer die monatliche Belastung. Modelle mit kurzer Laufzeit versprechen:
  • flexible Reaktion auf Zinssatzänderungen
  • hohe Tilgungsrate und damit schnelle Rückzahlung
  • Aufschläge für lange Laufzeiten entfallen
Ausserdem machen kurze Finanzierungslaufzeiten einen schnellen Wechsel zu einem günstigeren Finanzierungsanbieter oder zu einem anderen Finanzierungsmodell eher möglich. Quelle www.immoscout24.ch

Donnerstag, 6. August 2020

Gebäudeversicherung ist ein MUSS

Die wichtigste Versicherung ist die Gebäudeversicherung. Sie deckt unter anderem Schäden, welche durch Feuer, Überschwemmungen, Hagel oder andere Elementarereignisse am Gebäude entstehen. In den meisten Kantonen muss man entweder bei der kantonalen Gebäudeversicherung oder bei einem privaten Anbieter versichert sein. Es gibt aber auch einige Orte, wo die Gebäudeversicherung nicht Pflicht ist. Aber aufgepasst: Wer auf eine Gebäudeversicherung verzichten will, spart vermutlich am falschen Ort. Prüfen Sie deshalb schon vor dem Hauskauf, welche Regeln für die Gebäudeversicherung in Ihrem neuen Wohnkanton gelten. Eventuell lohnt sich auch eine Zusatzversicherung gegen Glasbruch, Wasserschäden oder Diebstahl. 
Quelle: immobilenscout.ch

Dienstag, 4. August 2020

Der Eigenmietwert

Der Eigenmietwert ist typisch schweizerisch. Er wird anhand der Einnahmen berechnet, die man hätte, würde man sein Haus vermieten. Der entsprechende Betrag muss dann als Einkommen versteuert werden. Je wertvoller das Wohneigentum eingeschätzt wurde, desto höher der Eigenmietwert. Als Hauseigentümer zahlen Sie also plötzlich Steuern für ein Einkommen, das Sie gar nicht erhalten. Aber keine Angst: Sie dürfen im Gegenzug Ihre Unterhaltskosten und Hypothekarzinsen von den Steuern abziehen. Was es mit diesen Ausgaben auf sich hat, erfahren Sie etwas später in diesem Artikel. In den meisten anderen Ländern Europas existiert der Eigenmietwert nicht. In der Schweiz sollten Sie aber schon vor dem Hauskauf überlegen, wie sich Ihr steuerbares Einkommen durch diese Investition verändern wird. Quelle: immobilenscout.ch

Donnerstag, 30. Juli 2020

Notariatskosten beim Hauskauf

Wenn Sie ein Haus kaufen, brauchen Sie zwingend die Unterstützung eines zertifizierten Notars. Denn nur wenn der Kaufvertrag beglaubigt ist, wird der nötige Eintrag im Grundbuch vorgenommen. Dafür müssen Sie den Notar natürlich bezahlen. Wie hoch diese Notariatskosten sind, ist ganz unterschiedlich. Einige Kantone haben ein fixes Honorar festgelegt, das proportional zum Kaufpreis berechnet wird. Andernorts übernehmen freischaffende Notare diesen Dienst – und das zu ganz unterschiedlichen Preisen. In einem solchen Fall lohnt es sich, die Ansätze der einzelnen Notariate zu vergleichen. Im Allgemeinen bewegen sich diese Kosten zwischen 0,1 und 0,5 Prozent des Kaufpreises. Sie werden normalerweise zwischen Käufer und Verkäufer gleichmässig aufgeteilt. 

Quelle www.immoscout24.ch

Dienstag, 28. Juli 2020

Abschaffung der Handänderungssteuer

Wird eine Immobilie auf einen neuen Besitzer übertragen, muss in vielen Kantonen eine Handänderungssteuer bezahlt werden. Diese berechnet man meist basierend auf dem Kaufpreis. Die Abgabe ist allerdings sehr umstritten und wird auch in der Politik immer wieder heiss diskutiert. Mehrere Kantone haben sie bereits abgeschafft: Im Kanton Zürich zum Beispiel zahlt man seit 2005 keine Handänderungssteuer mehr und auch in Solothurn entfällt die Abgabe, wenn man das Gebäude selber bewohnt. In Bern gibt es die Handänderungssteuer noch, aber sie wird erst ab einem gewissen Betrag erhoben. Mehr Infos dazu finden Sie im Rechenbeispiel am Ende dieses Artikels. Durchschnittlich sind die Gebühren in Freiburg und Luzern, wo man jeweils 1,5 Prozent des Kaufpreises an den Kanton zahlt. Schweizweit am meisten zahlt man im Kanton Neuenburg: Dort beträgt die Handänderungssteuer 3,3 Prozent des Verkaufspreises.
In vielen Kantonen gibt es derzeit politische Initiativen zur Abschaffung der Gebühr. Informieren Sie sich vor dem Kauf einer Immobilie deshalb, wie hoch die Handänderungssteuer in Ihrem (zukünftigen) Wohnkanton ist. Und legen Sie im Kaufvertrag fest, wer diese zahlt. Im Normalfall übernehmen Verkäufer und Käufer je die Hälfte der Kosten. Quelle www.immoscout24.ch

Donnerstag, 23. Juli 2020

Schweiz diskutiert über die Einführung einer CO2-Steuer bei Flügen

Der Schweizer Bundesrat hat die Einführung einer CO2-Steuer bei Flügen vorgeschlagen, um damit kompensatorische Leistungen zur Verringerung der Treibhausemissionen zu finanzieren. Zudem sollen weitere umweltfördernde Maßnahmen beschlossen werden. Konkret sieht das Gesetz eine Abgabe auf Flugtickets vor, die - je nach Reisedistanz und Buchungsklasse - zwischen 30 und 120 Franken (bis 111 Euro) liegen soll.