Dienstag, 15. September 2020

Wohnungs- vs. Hauskauf

Die Angebotspreise von Eigentumswohnungen sind seit Anfang 2016 gestiegen, während die Preise für Einfamilienhäuser stabil geblieben sind. Diese Preisentwicklungen seien vor allem aufgrund der unterschiedlichen Nachfrage zu erklären, sagt Martin Waeber. Eigentumswohnungen seien heutzutage besonders attraktiv, da „die Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor in städtischen Regionen leben möchte, in denen Wohneigentum meist in Form von Eigentumswohnungen vorhanden ist.“ Zudem seien Eigentumswohnungen preislich tendenziell tiefer angesetzt als Einfamilienhäuser und deshalb auch für Haushalte mit kleinerem Budget erschwinglich.
Obwohl die Anschaffungskosten für eine Eigentumswohnung meist geringer sind als für ein Einfamilienhaus, zeigt sich beim Betrachten der Quadratmeterpreise ein anderes Bild. Schweizweit liegt der Preis für einen Quadratmeter Nettowohnfläche für Stockwerkeigentum bei nahezu 7150 Franken. Bei einem Einfamilienhaus kostet ein Quadratmeter Nettowohnfläche 5993 Franken. Dies zeigen die Zahlen des Swiss Real Estate Offer Index (Mai 2016). Somit lässt sich sagen, dass die Anschaffungskosten und damit die Eigenkapitalanforderung für ein Einfamilienhaus zwar höher sind als bei einer Eigentumswohnung, man aber für gleich viel Geld wie bei einer Eigentumswohnung mehr Platz erhält.

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